Auf einen Blick
- Standortehemalige Werkshallen der Škoda-Werke, westlich des Zentrums
- Eröffnet2008, das Planetarium kam später dazu
- Angebotmehrere hundert interaktive Stationen plus Kuppelprojektionen
- Dauer des Besuchsmit Kindern ein halber bis ganzer Tag
- Alteram besten ab etwa sechs Jahren, mit eigenem Bereich für Kleinere
Eine Fabrik, die weiter erklärt
Die Škoda-Werke waren über ein Jahrhundert lang der Grund, warum Pilsen wuchs. Als Teile des Areals leer fielen, blieb eine Halle mit Stahlbindern und viel Licht übrig, in der heute ein Science Center steht. Diese Kombination ist der eigentliche Reiz: Du erklärst deinen Kindern Hebelgesetze in einem Raum, in dem früher Lokomotiven und Turbinen gebaut wurden. Mehr zu solchen Umnutzungen im Land steht unter Industriekultur in Tschechien.
Was die Kinder tatsächlich machen
Der größte Teil der Ausstellung besteht aus Stationen, an denen man kurbelt, zieht, drückt und schiebt. Klassiker wie Wirbel im Wassertank, Seifenhäute, Riesenkugelbahnen und Experimente mit Trägheit funktionieren ohne Sprachkenntnisse, weil man sofort sieht, was passiert. Andere Bereiche behandeln Elektrizität, Optik und Maschinenbau und arbeiten mit Beschriftungen, hier hilft es, wenn ein Erwachsener mitliest.
Für kleinere Kinder gibt es einen eigenen, ruhigeren Bereich mit Wasser, Bausteinen und einfachen Mechanikspielen. Das ist praktisch, wenn ihr mit unterschiedlich alten Kindern kommt, weil die Kleinen sonst zwischen den größeren untergehen.
Tipp: Kommt am Vormittag, aber nicht direkt zur Öffnung an einem Schultag. Zwischen etwa neun und Mittag sind oft Schulklassen im Haus, danach wird es deutlich ruhiger und die beliebten Stationen sind frei. In den Ferien gilt das Gegenteil, dann ist früh am Tag am besten.
Das Planetarium
Die Kuppelprojektion läuft in einem eigenen Gebäudeteil und zeigt wechselnde Filme zu Astronomie, Naturphänomenen und Raumfahrt. Die Vorführungen haben feste Anfangszeiten und dauern jeweils eine gute halbe Stunde. Ein Teil des Programms ist tschechisch, für andere Sprachen gibt es Kopfhörer oder Untertitel, das variiert je nach Film.
Plane das Planetarium ein, bevor ihr durch die Ausstellung zieht, nicht danach. Nach zwei Stunden Kurbeln und Rennen ist die Bereitschaft, still im Sessel zu sitzen und nach oben zu schauen, bei Kindern begrenzt. Umgekehrt funktioniert es gut als ruhiger Einstieg.
Was Erwachsene davon haben
Zwei Dinge. Erstens die Halle selbst: Stahlkonstruktion, Oberlichter, Krananlagen unter der Decke, ein Raum, in dem bis vor wenigen Jahrzehnten schwere Maschinen entstanden. Zweitens die Stationen zu Themen, die man aus der Schule zu kennen glaubt und dann doch nicht erklären kann, etwa warum ein Kreisel nicht umfällt oder wie ein Getriebe Kraft in Geschwindigkeit umrechnet. Wer Zeit hat, bleibt an solchen Stellen länger hängen als die Kinder.
Was hier nicht passiert: eine Führung durch die Geschichte der Škoda-Werke. Das Science Center nutzt die Hallen, erzählt aber nicht ihre Vergangenheit. Wer das sucht, ist mit der Brauerei als Industriedenkmal besser bedient.
Anfahrt und Zeitplanung
Techmania liegt außerhalb der Altstadt im Industriegebiet, zu Fuß vom Marktplatz ist das ein längerer Weg ohne Reiz. Nimm die Straßenbahn oder den Bus Richtung Westen und steig am Škoda-Areal aus, die Haltestellen sind ausgeschildert. Das Ticket kaufst und entwertest du vor der Fahrt, wie das in Pilsen genau läuft, steht unter Verkehr und Anreise. Mit dem Auto gibt es Parkplätze am Gelände, das ist hier unproblematischer als in der Innenstadt.
Rechne mit mindestens 3 Stunden, mit interessierten Kindern eher mit einem ganzen Tag. Eine Cafeteria ist vorhanden, ihr müsst also nicht zwischendurch zurück ins Zentrum. Weil das Gelände so weit außerhalb liegt, kombinierst du Techmania sinnvollerweise nicht mit dem Zoo, der auf der anderen Seite der Stadt liegt: Beides an einem Tag bedeutet zwei lange Fahrten und zwei erschöpfte Kinder. Weitere Familienziele im Land findest du unter Familienurlaub in Tschechien, die anderen Pilsner Ziele unter Pilsen Sehenswürdigkeiten.
Wenn es nicht klappt
- Wenn es voll istAn Schultagen sind vormittags Klassen im Haus, an Regentagen in den Ferien ist es durchgehend voll. Weicht auf den späten Nachmittag aus oder beginnt mit dem Planetarium, während die Ausstellung sich leert.
- Wenn es regnetDas beste Regenprogramm der Stadt. Alles findet in Hallen statt, und ein halber Tag vergeht, ohne dass jemand nach draußen möchte.
- Mit KindernGenau dafür gemacht. Ab sechs Jahren funktioniert fast alles selbstständig, für Kleinere gibt es einen eigenen ruhigeren Bereich. Nehmt eine Wasserflasche mit, in den Hallen wird viel gerannt.
- Mit eingeschränkter MobilitätDie Hallen sind weitläufig, ebenerdig und gut befahrbar, Aufzüge verbinden die Ebenen. Die Anfahrt mit Straßenbahn oder Bus ist unkompliziert, Parkplätze gibt es am Gelände.
Häufige Fragen
Für welches Alter eignet sich Techmania in Pilsen?
Am besten ab etwa sechs Jahren, weil die meisten Stationen dann selbstständig bedient werden können. Für jüngere Kinder gibt es einen eigenen Bereich mit Wasser, Bausteinen und einfacher Mechanik. Jugendliche und technisch interessierte Erwachsene finden ebenfalls genug, besonders in den Abteilungen zu Elektrizität und Maschinenbau.
Wie lange braucht man für Techmania?
Mit Kindern mindestens 3 Stunden, realistisch ein halber bis ganzer Tag. Das Planetarium kommt mit einer guten halben Stunde pro Vorführung dazu. Eine Cafeteria im Haus erlaubt eine Pause, ohne das Gelände zu verlassen. Ohne Kinder reichen 2 Stunden für einen gründlichen Durchgang.
Wie kommt man vom Zentrum Pilsens zu Techmania?
Mit Straßenbahn oder Bus Richtung Westen zum Škoda-Areal, die Haltestellen sind ausgeschildert. Der Fußweg vom Marktplatz ist möglich, führt aber lange durch Industriegebiet. Das Ticket kaufst und entwertest du vor der Fahrt. Mit dem Auto stehen Parkplätze direkt am Gelände zur Verfügung, das ist einfacher als in der Innenstadt.
Ist Techmania auch ohne Tschechischkenntnisse verständlich?
Zum großen Teil ja, weil die Experimentierstationen selbsterklärend sind: Du siehst sofort, was passiert. Für die textlastigeren Bereiche und für einzelne Planetariumsfilme sind Sprachkenntnisse hilfreich, oft gibt es englische Beschriftungen oder Kopfhörer. Mit Kindern spielt das eine kleinere Rolle als befürchtet.
Lohnt sich das Planetarium in Pilsen zusätzlich?
Ja, wenn ihr die Zeit habt. Die Kuppelprojektion zeigt wechselnde Filme zu Astronomie und Naturphänomenen, jeweils eine gute halbe Stunde mit festen Anfangszeiten. Legt die Vorführung an den Anfang des Besuchs, nicht ans Ende: Nach zwei Stunden Ausstellung sitzen Kinder ungern still im abgedunkelten Saal.





